Donnerstag, 15. September 2016

Sommerausklang... (RUMS)

Mein allerliebstes Lieblingskleid ist kaputt. Es hat Löcher, es ist verwaschen, die Nähte sind brüchig und dünn. Die Zeit, die mein Lieblingskleid und ich gemeinsam hatten, ist abgelaufen.

Also weg damit?

Nein! Das brachte ich nicht über's Herz. Also her mit dem Nahttrenner. Ich habe sorgfältig alle Nähte aufgetrennt, so gut es ging. An einigen Stellen riß der dünne Stoff. Ich hab trotzdem tapfer weiter gemacht.
Die Einzelteile wurden dann zur Schnittmustervorlage für ein neues Kleid. Der Stoff war schnell gefunden, ein lang gehegtes Streichelstöffchen von susalabim. Was soll ich sagen? Es ist nicht perfekt, aber gefällt mir soo gut! Und ich freue mich, dass mein altes Lieblingskleid so nahtlos vom neuen abgelöst wurde.

Es ist Donnerstag, also ab damit zu RUMS.







Montag, 5. September 2016

WmdedgT... (im September)

Klar will Frau Brüllen es auch diesen Monat wieder wissen:

Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Nach einem schönen Wochenende mit Oma & Opa aus Holland, kommt der Montag regnerisch und grau daher.

7:00: Der Wecker klingelt, mein Kreislauf nicht. Ich döse daher noch ein bißchen, während Mann und Minimann sich ausgehbereit machen und der Große nochmal genießt, dass Oma da sFrühstück bereitet und ihn dann zum Bus begleitet. Der kommt zum Glück auch nur Sekunden später, so dass keine Zeit mehr für "Nachher ist Oma weg"-Weinen bleibt.

8:40 Ich stehe auf und mache mich ebenfalls abmarschbereit, tausche mit meiner Ma noch die Adresse der Oma aus. Die Holländer fahren heute nämlich weiter gen Ostsee, um dort meine Oma zu besuchen.

Kurz vor neun verabschiede ich meine Ma und ihren Lebensgefährten und mache mich dann selbst auf den Weg zur Arbeit.

9:15: Hallo Uni. Ich setze erst Wasser auf und fahre dann das Experiment im Labor hoch. Kollege wird erst später kommen und mich mit einer "schlimmen Männererkältung" vollschniefen. Ich frühstücke und schreibe am Paper weiter, bis der Chef reinschaut. Wir klären eventuelle neue Arbeitsmodalitäten und ich fange an im 10-Minuten-Takt Mails abzurufen. Ich warte auf Mail eines potentiellen neuen Arbeitgebers.

12:00 - 14:00: Kollege Schnief ist inzwischen auch da, der Laborbetrieb läuft planmäßig. Wir gehen Mittagessen. Danach wechseln wir uns bei einer kurzen Mittagsruhe ab.

Ich drücke den Nachmittag über weiter tapfer auf F5 - keine Mail. Nix. Dafür sehen die neuen Messergebnisse sehr interessant aus. Es bleibt spannend und ich denke, wir werden demnächst einen neuen Mechanismus entschüsseln, den wir so noch nicht gesehen haben. Wissenschaft at its best - ich liebe es!

Deswegen zeige ich dem Chef auch ein kurzes Zwischenergebnis. Er ist hocherfreut, wir müssen frühe Spekulationen allerdings auf später verschieben. Zuviel anderes pressiert.

19:00 Ich bin zu Hause, die Kinder schlafen schon. Es gab keine erwartete Mail. Hrmpf. Mein Mann klagt sein Leid ob merkwürdiger Anschuldigungen der Nachbarin. Wir träumen vom Eigenheim und diskutieren zum hundersten Mal das Für und Wider eines neuen Jobs. Es bleibt schwierig.

22:00 Nachdem Minimann nochmal zum Kuscheln kam und jedes Argument von jeder Seite beleuchtet wurde, gehe ich müde ins Bett. Zum Lesen reicht es fast nicht mehr, nach nur ein paar Sätzen lege ich das Buch zur Seite.


Mittwoch, 24. August 2016

Für ein Minimädchen...

Gestern durfte ich ein superniedliches Foto eines winzigen neuen Erdenbürgers sehen. Sooo winzig! Jedenfalls ergab es sich, dass ich gleich abends an die Nähmaschine konnte. Entstanden ist dabei ein Schnabelina-Set aus Trotzkopf und Monkeypants in 56 und eine Knotenmütze von Klimperklein.




Stoff: Waldfreunde vom Stoffonkel, Jersey von Stoff & Stil
Schnittmuster: Schnabelina Trotzkopf, Schnabelina Monkeypants, Klimperklein Knotenmütze (alles Freebooks)

Samstag, 13. August 2016

Wasser...

Ich arbeite ja ab und zu gerne am Wochenende. Die Gänge sind dunkel und still, niemand stört und man hat für alle "Denkarbeit" die nötige Ruhe. Trotzdem ist auch der Rest der Arbeitsgruppe oft da und es ist Zeit für einen gemtülichen Schnack.

Heute saß ich allerdings gerade auf dem Fahrrad, als das Telefon klingelte. Ich hörte abgehackt was von "Wasserschaden".
Also Mann und Kindern davongeradelt, ins Auto gehechtet - LPG alle. Also "mal kurz" zum Tanken und dann weiter. Zweischendurch ruft mein Kollege immerhin an und gibt halbe Entwarnung. Das Wasser ist nur im Büro, über die erhöhte Türfußleiste konnte es diesmal nicht ins Labor strömen.

Während wir also das Büro ausräumen, trockenlegen und aufräumen kommt der Chef rein: "Oh was machen Sie denn hier?"
"Joah, wir treffen uns hier samstags regelmäßig zum Grundputz."  *grummel*

Merken: Montag eine Notfallabschaltung für das Kühlwasser bestellen. Damit uns wenigstens nicht das gleich Schicksal ereilt, wie den Kollegen zwei Labore weiter.


Freitag, 12. August 2016

12 von 12 ... (im August)

Frau Kännchen will sie sehen: 12 Bilder vom 12ten eines Monats.

Schnell mal auf's Handy schauen oder auch: "Warten auf Updates" *gähn*

Während ich eine Räumrunde mache, bereitet der Mini schonmal die Tobezone vor.

Kürbis oder Melone?

Der Große kommt von der Schule und räumt auch gleich seine Brotdose + Flasche aus. (Flaschenbezug selbstgemacht)

Mann kommt mit großer Hühnerbrötchenkiste nach Hause.

Ich verbacke derweil Reste zu einem Schoko-Nuss-Kuchen.
Da erst morgen Sommer sein soll, spielen die Kinder danach mit der Playmo-Burg.

Aber dann wagen wir uns in Matschklamotten doch raus. Ich mache Regenfotos und die Kinder springen in jede Pfütze.





Freitag, 5. August 2016

WmdedgT? ... (im August)

Was machst du eigentlich den ganzen Tag?


Es ist Freitag und in Niedersachsen sind schon seit gestern die Ferien vorbei. Alltag ist wieder angesagt, nachdem ich von sechs Wochen Sommerferien nur 5 unzusammenhängende Tage überhaupt zu Hause war.
Dementsprechend schnell wurden wir vom Alltag überrollt.

Trotzdem durfte der Tag heute ruhig starten, denn noch ist Oma da und übernimmt natürlich die Frühversorgung, inklusive zum Bus bringen (20m). Der Große genießt es, der Kleine sowieso.
Als ich aufstehe, wird schon fleißig an einer großen Playmobilburg gebaut, während das Wetter sich draußen nicht zwischen " wenigstens ein bißchen Sommer" und "och nö, Regen ist immer super" entscheiden kann.

In der Uni steht heute Chef-Besprechung auf dem Plan. Wir teilen diese, da zwischendurch das Uni-PR-Filmteam kommt, um den Chef in unserem Labor zu interviewen. Dafür haben wir gestern extra nochmal aufgeräumt und unser neues Poster aufgehängt. Das kann sich jetzt gut im Hintergrund machen.

Mucksmäuschenstill sitzen mein Kollege und ich also im Büro und lauschen den Fragen - die man vom Inhalt her mit "Ups, habe ich gerade laut mit den Augen gerollt?" zusammenfassen kann. Nun gut, da muss man - also der Chef - eben durch und das klappt natürlich souverän.

Danach setzen wir unsere Besprechung fort und erarbeiten einen groben Arbeitsplan für die nächten Monate.

Schnell noch Kühlschrankreste zum Mittag gefuttert und den Rest der Mittagspause verbringen wir in der Stadt. Der Kollege braucht eine neue Matratze und ich darf während des Testliegens seinen schweren Rucksack halten.

Für mich ist dann auch bald Feierabend, ich wechsele in Sportklamotten und fahre zur Physiotherapie. AUA trifft es ganz gut. Mein Wunder-Physio drückt und zerrt und ich habe das Gefühl, dass mein Becken brechen könnte. Danach aber Erleichterung pur und das Gefühl, dass es doch noch was werden könnte mit meinem krumpeligen Körper.

Zu Hause warten schon alle, meine Tante ist auch zu Besuch, und wir essen gemütlich Abendbrot auf der Terrasse. Das Wetter ist uns für die 30 Minuten hold, bevor kurz darauf wieder dunkle Wolken durchziehen.

Nachdem die Kinder im Bett sind, setzen wir uns gemeinsam an den Esszimmertisch und spielen eine Runde "Akkord-Brötchenschmieren". Morgen ist Einschulung der Erstklässler und die Zweitklässlereltern organisieren traditionell das den Kaffee-und-Kuchenstand. Das ist eine nette Idee - ich wäre aber froh gewesen, wenn ich es nicht erst am letzten Tag vor den Ferien erfahren hätte. Denn - siehe oben - ich war praktisch nicht zu Hause, um irgendwas zu organisieren. Macht nix, moderne Technik macht die Organisation von überall her möglich und es hat auch diesmal wieder geklappt.

70 Brötchenhälften später, sind meine Ma und meine Tante erstmal weg und mein Mann und ich erfreuen uns zum Abschalten an einer Folge "Miss Fisher".

Dienstag, 12. Juli 2016

12 von 12... (im Juli)

Ferien!

Wir sind heute den ersten Tag wieder aus dem Urlaub zurück und deshalb zeige ich keine 12 Bilder von den Wäschebergen, sondern lieber 12 Bilder vom Urlaub aus Norwegen.
Mit der Fähre nach Oslo...

und weiter nach Lillehammer. Dort gab es eine große Tobe-Pause (und 968 Stufen hoch).

Unterwegs Schiffe gucken. O-Ton Minimann: "Oooh! Feuer-Hüff!"

Am Ende des Geirangerfjords die großen Pötte anschauen (und den Fluss, der in den Fjord stürzt und den mehrere hundert Meter langen Wasserfall).

Ausblick vom Balkon der Ferienwohnung.

Blick auf den kleinen Ort auf Runde, der Vogelinsel (auch wenn es für uns eher eine Schafinsel war).
Nochmal Runde.
Wandern zum "Rekdalhesten" auf 750m Höhe. Der Weg führt auf 3,5 km Länge und überbrückt dabei 500 Höhenmeter. Die Belohnung: Aussicht satt über schneedeckte Berge, Fjord, Inseln und das dahinterliegende Meer.

Bachlauf im Tal...

...der zu einem wunderschönen Stufenwasserfall wird.

Selbstgefangene Fische - lecker! (kleine Makrele, größerer Köhler (Seelachs)).

Alesund, Hafen.